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In Seite Rauenberg:

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Das Ende des Ersten Weltkriegs und der Zusammenbruch des Kaiserreichs 1918 veränderte das Alltagsleben in Rauenberg wie in vielen anderen politikfernen Gebieten zunächst nicht nachhaltig. Noch bis zum Jahr 1923 blieben nach den kriegswirtschaftlichen Vorschriften beispielsweise Kohle und Lebensmittel rationiert. Bei der ersten Wahl zur Landesversammlung 1919 entfielen am Ort 80 Prozent der Stimmen auf die Zentrumspartei. Diese sollte auch bis zur Spätphase der Weimarer Republik die führende Partei in Rauenberg bleiben. Bei den letzten vier Landtagswahlen in den Jahren 1929–1930 stieg der Anteil der NSDAP-Wähler nach und nach auf 20 Prozent; der Stimmanteil der Zentrumspartei blieb mit am Ende der Weimarer Republik immer noch 70 Prozent verhältnismäßig hoch.

Mit der Machtergreifung Hitlers war die führende Stellung des Zentrums in Rauenberg beendet. Am 6. Juli 1933 legten alle Zentrumsmitglieder des Gemeinderates ihre Ämter „freiwillig“ nieder.

Im Zuge des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ wurden aus Rauenberg elf Personen zur Zwangssterilisation gemeldet. Im Frühjahr 1942 kam es darüber in Rauenberg zu Unruhen. Der katholische Pfarrer August Meier hatte in seiner Predigt aus dem sogenannten Möldersbrief zitiert und wurde daraufhin von der Gestapo verhaftet. Etwa hundert Rauenberger drangen anschließend ins Rathaus ein und forderten die Freilassung des Pfarrers. Nach massivem Polizeieinsatz wurden zehn Personen verhaftet und zu Haftstrafen zwischen vier und acht Monaten wegen Landfriedensbruch verurteilt. Der Pfarrer kam nach der Untersuchungshaft wieder frei und wurde in eine andere Pfarrei versetzt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand Rauenberg unter amerikanischer Besatzung. Diese setzte im April 1945 einen kommissarischen Bürgermeister ein, der bis zum Juni den ersten Rauenberger Gemeinderat in der Nachkriegszeit ernannte. Anfang 1946 wurde dann der erste Gemeinderat frei gewählt, dabei entfielen 90 Prozent der Stimmen auf die CDU. Aufgrund der Kreisreform 1973 kam Rauenberg vom aufgelösten Landkreis Heidelberg zum Rhein-Neckar-Kreis.

Am 1. Januar 1975 wurde Rauenberg das Stadtrecht zuerkannt.[1] Grund war nicht die Einwohnerzahl, sondern vielmehr die Geschichte des heutigen Stadtteils Rotenberg. Diesem hatte bereits 1338 Ludwig IV. der Bayer die Stadtrechte verliehen. 1975 lebten die Rechte wieder auf und gingen von Rotenberg auf die neue Einheitsgemeinde über.