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In Seite Geschichte Spartas:

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Nach der Niederlage von Nabis von Sparta lösten die Römer Periökenstädte an der Küste des Lakonischen Golfes aus der Abhängigkeit von Sparta und stellten sie unter den Schutz des Achäischen Bundes.[1] 146 v. Chr. bildeten diese Städte erstmals einen Bund der Lakedaimonier.[2] Nach dem Ende des Achaiischen Bundes und der Unterwerfung ganz Griechenlands (146 v. Chr.) wurde Sparta Teil des Römischen Reiches. Im Konflikt nach der Ermordung von Julius Caesar unterstützte Sparta unter der Führung von Eurykles Antonius und Octavian, der später unter dem Namen Augustus bekannt geworden ist. Obwohl die Spartaner dabei große Verluste erlitten, erhielten sie Augustus’ Dank und Anerkennung.[3] Eurykles versuchte ein letztes Mal, Spartas Herrschaft in Lakonien wiederherzustellen, wurde von Augustus jedoch wegen Unruhestiftung in Achaia und Plünderung von mehreren Städten verbannt.[4] Nach Eurykles' Tod wurde der Lakedaimonische Bund von Kaiser Augustus 21 v. Chr. zum „Bund der Eleutherolakonen“ umbenannt, was für die lakonischen Städte eine nominelle Unabhängigkeit unter römischer Herrschaft bedeutete.[5] Augustus selbst nahm 21 v. Chr. in Sparta an den Mahlgemeinschaften (Syssitien) teil.[6]

Den Spartanern soll von den Römern eine besondere Ehre zuteilgeworden sein: Bis ins 3. Jahrhundert gehörte Sparta als civitas libera nominell zu keiner Provinz und war nominell frei, den Römern allerdings verpflichtet. Inschriften des 2. und 3. Jahrhunderts nennen viele spartanische Individuen, deren Namen und Vorfahren bis auf Herakles und die Dioskuren zurückgeführt werden, also an lokale Mythen und Traditionen anschließen. Amtsbezeichnungen und Institutionen, die in den Inschriften genannt werden, sind traditionelle Ämter, die auf Lykurg zurückgehen, etwa Ephorat und Gerusia (allerdings explizit nicht genannt ist das spartanische Königtum), so wie neue lokale Ämter wie bideoi (auch biduoi, zuständig für die Organisation der Wettkämpfe der Epheben).[7]

Einige sportliche wie musische Wettkämpfe galten Pausanias zufolge als Touristenattraktion, zu denen für ausländische Gäste eigens Tribünen erbaut wurden.[8] Erst das Christentum verdrängte durch Verbot schrittweise die letzten Reste dieser Bräuche.