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In Seite Umsonstladen:

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Viele Betreiber von Umsonstläden betonen, dass es ihnen nicht um Warentausch geht, sondern um das freie Geben und Nehmen. Das Ziel bestehe darin, eine Möglichkeit für den Erwerb, die Nutzung und die Weitergabe von Gütern außerhalb des kapitalistischen Systems zu bieten. Von den Befürwortern der Projekte wird damit oft die Utopie einer geldfreien Umsonstökonomie verbunden.

Umsonstläden werden von ihren Betreibergruppen verschiedene Zielsetzungen zugeschrieben:[1]

  • als praktische Kapitalismuskritik (Konkrete Utopie),
  • als Projekt einer nachhaltigen, umweltschonenden Abfallvermeidung, oder
  • als Ausübung einer karitativen, meist christlichen Sozialethik.

Die Umsonstläden sollen zudem einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten, indem Ressourcen geschont werden und Menschen ohne großes Einkommen die Chance erhalten, Güter ohne Geld zu erwerben. Für diesen Ansatz wurde zum Beispiel der Umsonstladen des Arbeitskreises Lokale Ökonomie in Hamburg-Altona im Jahre 2004 mit dem Altonaer Nachhaltigkeits­preis durch die Bezirksversammlung Altona ausgezeichnet.

Ausgehend von dem 1999 gegründeten Hamburger Umsonstladen[2][3][4] gibt es den Versuch, Umsonstläden als Teilprojekt einer Gemeinschaft gegenseitiger Hilfe weiterzuentwickeln. Der Umsonstladen soll Bestandteil einer gemeinschaftlich organisierten Struktur werden. Zum Hamburger Projekte-Verbund gehören bisher – neben dem Umsonstladen als Kernaktivität – ein Kleinmöbellager, ein Bildungsprojekt (die „Freie Uni Hamburg“), eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt und weitere Projekte. Für die Aktiven in den Projekten sind sämtliche Dienstleistungen und Dinge aus allen Projekten kostenlos. Anderen Nutzern werden sie gegen eine Aufwandsspende zur Deckung der Kosten, die deutlich unter den Marktpreisen liegt, zur Verfügung gestellt.

An der TU Berlin gründeten Studierende im Frühjahr 2009 einen Umsonstladen auf dem Campus der Universität, direkt neben der studentischen Fahrradwerkstatt Unirad. Die Gründer sind in mehreren studentischen Projekten aktiv und hoffen, durch den Umsonstladen Nachhaltigkeit und Solidarwirtschaft campusweit zu fördern.[5]

Ein ungelöstes Problem ist immer wieder die Finanzierung der Grundkosten wie Miete, Stromversorgung und Heizung (letzteres vor allem im Winter), so dass Umsonstläden auch wieder geschlossen werden müssen. In einigen Fällen werden von städtischen sozialen Zentren oder Kirchen entsprechende Räume zur Verfügung gestellt. Somit erfolgt die Finanzierung letztlich über staatliche Stellen oder Kirchensteuern bzw. Spenden.