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In Seite Serbisch-Bulgarischer Krieg:

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Der vom siegreichen Russischen Reich diktierte Frieden von San Stefano, der im März 1878 den Russisch-Osmanischen Krieg beendete, sah die Etablierung eines autonomen, aber dem Osmanischen Reich weiterhin tributpflichtigen Fürstentums Bulgarien vor, das um Ostrumelien und Makedonien erweitert werden sollte. Der Berliner Kongress (13. Juni bis 13. Juli 1878) revidierte diese Beschlüsse und erklärte nur das eigentliche Bulgarien ohne territoriale Zuwächse zum autonomen und tributpflichtigen Fürstentum. Ostrumelien blieb osmanische Provinz mit Verwaltungsautonomie; Makedonien wurde wieder komplett ins Osmanische Reich eingegliedert. Die bulgarische Außenpolitik zielte fortan darauf ab, die endgültige Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich und die Wiederangliederung Ostrumeliens und Makedoniens an sein Staatsgebiet zu erreichen. Unter den Bulgaren, die weiter unter der Fremdherrschaft leben mussten, organisierte sich Widerstand. Am 5. Oktober 1878 begann in Makedonien der Kresna-Raslog-Aufstand.[1]

Im September 1885 kam es in Ostrumelien zu einem von der Bevölkerung getragenen Offiziersputsch, der gegen die osmanische Herrschaft gerichtet war und die Vereinigung mit dem Fürstentum Bulgarien proklamierte. Fürst Alexander I. übernahm einige Tage später an Stelle des Generalgouverneurs die Herrschaft über die autonome türkische Provinz Ostrumelien.

Als Reaktion auf den Zusammenschluss Ostrumeliens mit dem Fürstentum Bulgarien stellte das Russische Reich die militärische Zusammenarbeit ein und zog sowohl militärisches Personal als auch Gerät aus Bulgarien ab. Der Zusammenschluss wurde indirekt von Großbritannien unterstützt, das ein Eingreifen des Osmanischen Reichs verhinderte und dadurch unter anderem seine diplomatische Isolation nach der Berliner Kongokonferenz 1884 beenden wollte. Der serbische König Milan I. sah darin eine Vorbereitung für einen bulgarischen Feldzug auf Makedonien.

Am 1. Novemberjul. / 13. November 1885greg. erklärte Serbien, unterstützt von Österreich-Ungarn (siehe Geheimvertrag zwischen Österreich-Ungarn und Serbien), in dessen Interesse die Stärkung eines vereinigten Bulgariens nicht liegen konnte, Bulgarien unerwartet den Krieg. Einen Tag später überquerten fünf Divisionen (Morava-, Šumadija-, Donau-, Drina- und Timok-Division) die serbisch-bulgarische Grenze. Der serbische Überfall löste große Empörung in Bulgarien aus und führte zu einer weiteren Abkühlung der Beziehungen zum Russischen Kaiserreich. Bulgarien musste sich ohne russische Militärberater und ohne jegliche Unterstützung einer Großmacht dem serbischen Heer stellen. Das Osmanische Reich, dem das bulgarische Fürstentum und Ostrumelien nominell unterstanden, griff nicht in den Krieg ein, weil es eine Einmischung seitens des Russischen Reiches fürchtete.

Gleichzeitig fand in Konstantinopel eine Botschafterkonferenz der damaligen Großmächte statt. Diese besprach die Situation nach der Vereinigung Bulgariens.