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In Seite Reggaeton:

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Im Jahr 2006 hat sich innerhalb des Reggaeton-Genres ein Trend abgezeichnet. Renommierte Reggaeton- oder Hip-Hop-Künstler widmeten sich nicht mehr ausschließlich dem Reggaeton. Parallel zu dieser Entwicklung entstand ein Übergenre. Elemente verschiedener Musikstile wurden verbunden mit klassischen Latin Music Stilen. So z. B. Toby Love, der eine eigene Musikrichtung erfand, die er „CrunkChata“ nannte, eine Mischung aus Elementen des R&B und der Bachata (siehe auch Crunk). Insider nannten diese spanischsprachige Musik von nun an sowohl „Latin Urban“ als auch „Hispanic Urban“. Ein weiterer bekannter Fall war der Rapper Chelo aus Miami, der ähnliches tat, auch er verband Latin-Elemente mit R&B. Der bekannte Rapper Pitbull veröffentlichte sein Album „El Mariel“, auf dem nicht ein einziger Reggaeton-Track zu finden war, dennoch waren fast alle der 22 Songs beispielsweise von kubanischen Musikrichtungen beeinflusst und wurden teilweise auch in Spanisch gesungen oder gerappt. Ein Song, der Diskussionen hervorrief, war Mamacita von Pharrell Williams und Daddy Yankee: Erst waren einige Hörer der Meinung, dass es sich um Reggaeton handele, doch diese Überlegung war falsch, da der Song das Grundelement, den Dem Bow, nicht beinhaltete. Vielmehr konnte man dieses Lied als gutes Beispiel für Latin Urban, da es auch spanische Texte beinhaltete, bezeichnen und somit als Latin Urban verallgemeinern.

Ein anderer Trend war, dass viele Songs nun komplexere Beats hatten. So griffen einige Produzenten nun auf den sogenannten Bachatón sowie Salsaton zurück, um dem Reggaeton eine neue Basis zu verschaffen und differenziertere Songs zu produzieren. Der Grundrhythmus, der Dem Bow, bleibt beim Bachatón, aber es werden einige Elemente der Bachata übernommen, z. B. Gitarrensounds (Beispiel: Esta noche de travesura von Hector „El Father“/Luny Tunes). Gleiches gilt für den Salsaton, der von der Salsa abstammt (Beispiel: Quítate tú pa ponerme yo von Eddie Dee) und den eher weniger verbreiteten Merengueton (Beispiel: Colé von Mojiganga). Das dominikanische Produzenten-Duo Luny Tunes entwickelte für ihre Compilation Los Benjamins ein Lied (Noche de Entierro (Nuestro amor se acabó)), welches Elemente des kolumbianischen Vallenato beinhaltete und so Vallenaton genannt wurde.

Nachdem es einige Jahre sehr ruhig war, konnte die Reggaeton-Szene etwa 2014 wieder ein Comeback starten. Bedingt war das auch durch bekannte lateinamerikanische Künstler wie Ricky Martin, Shakira oder Enrique Iglesias. Ebenfalls hilfreich waren neue Künstler – insbesondere aus Kolumbien – die einen neuen Stil brachten: Maluma oder J Balvin. Songs wie „Chantaje“ (Shakira feat. Maluma), „El Perdon“ (Nicky Jam & Enrique Iglesias) oder „Despacito“ (Daddy Yankee & Luis Fonsi) entwickelten sich zu Welthits.