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In Seite Orašje:

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Reiseberichte über die Siedlungen in der heutigen Gemeinde Orašje reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Das Dorf Tolisa ist hier zu erwähnen. Die Kirche von Tolisa ist heute die größte katholische Kirche in Bosnien-Herzegowina.

Der Ort Orašje entstand im 19. Jahrhundert, als das Osmanische Reich auf dem Balkan allmählich an Boden verlor. Die Muslime, die zuvor in Serbien siedelten, wurden von dort vertrieben. Einige kamen in die Posavina, wo sie ihre Siedlungen errichten durften. So entstanden Gornja Azizija und Donja Azizija (die heutigen Städte Šamac und Orašje).

Auch Orašje und die umliegenden Dörfer blieben vom Bosnienkrieg nicht verschont. Als die Posavina fiel, war Orašje die einzige Stadt, die sich halten konnte. Von Juli 1992 bis zum Ende des Krieges lag die Gemeinde Orašje zusammen mit den Orten Domaljevac, Grebnice und Bazik (heute Gemeinde Domaljevac-Šamac) an einem langen Frontstreifen. Besonders der Osten der Gemeinde wurde schwer getroffen. Auch heute noch kann man die Überbleibsel des Krieges sehen.

Im Mai 2014 war die Gemeinde, wie weite Teile Bosniens, vom Hochwasser betroffen. Am schlimmsten traf es den Osten der Gemeinde. Die Save schwoll auf ein Rekordhoch an. Im Dorf Kopanice gab das in den 1960er Jahren aufgeschüttete Wehr nach und wurde von den Wassermassen zerstört, die sich nun in den flachen Landstreifen ergossen. Kopanice, Vidovice, Jenjić und Lepnica standen dadurch fast drei Wochen lang unter Wasser.